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Monika Gräfin Metternich: Lob des Sonntags. Weihrauch, Toast und Honey
Pattloch Verlag; 14,95 Euro

Man tritt auf die Straße und stutzt – ist heute nicht Sonntag? Doch volle Straßen und offene Läden vermitteln ein ganz anderes Bild – das des normalen Werktags. Eine mittlerweile überaus vertraute Erfahrung.

Aber was ist der Sonntag eigentlich seiner Bedeutung nach? Der Frage geht Monika Gräfin Metternich nach, und ihr Votum ist klar: Gäbe es den Sonntag nicht, man müsste ihn erfinden. Einfach weil er als Ruhe-Tag genau den Dingen vorbehalten sein kann, die im sprichwörtlichen Alltag zu kurz kommen – Familie, Freundeskreis und nicht zuletzt man selbst. Bei aller Liebe zur Flexibilität, die es nach sich zieht, wenn auch der Sonntag letztlich zum Werktag wird, kann er dann eine wichtige und wohltuende Funktion nicht mehr ausüben. Insofern kommt der Denkanstoß Monika Gräfin Metternich genau zur richtigen Zeit: Ein guter Vorsatz für 2010 könnte sein, sich öfter mal wieder auf das Lob des Sonntags zu besinnen.

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