Buchtipp der Woche (1)

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Ralph Gerstenberg: Feuer im Aquarium. Grafit Verlag; 9,50 Euro.

Die Glastüren öffneten sich. Erstaunlich leicht, hier hereinzukommen.Man brauchte nur zu klingeln und einen Namenzu nennen. »Dr. Werner«, hatte er gesagt, obwohl er Nilshieß, Nils Nieschwitz. Aber unter diesem Namen hatte erwahrscheinlich schon ein paarmal zu oft angerufen.Das mit dem Doktortitel war ihm spontan eingefallen, alser die Frauenstimme durch das Rauschen der Gegensprechanlagehindurch vernahm. »Ja, bitte?« Ein Doktortitel – wiegenial! Sofort öffneten sich alle Türen.

So beginnt Ralph Gerstenbergs Feuer im Aquarium. Eine Bombenexplosion in der Berliner Innenstadt beschert Hauptkommissar Oeser ein unerwartetes Comeback. Für ihn heißt das: Weg von reiner Aktentätigkeit zur praxisnahen Polizeiarbeit. Der Verfassungsschützer Edgar Geißenbach, ein ehemaliger Studienfreund Oesers, leitet die Ermittlungen und holt Oeser in sein Team. Alles spricht für einen Anschlag des Terrornetzwerkes El Kaida in Deutschland.

Schon bald werden die passenden Täter gefasst. Doch viele Fragen bleiben offen: Wie ist das plötzliche Geständnis des angeblichen Haupttäters zustande gekommen? Was für Geschäfte betreibt die Octronia GmbH, in deren Räumen der Sprengsatz detoniert ist?

Ralph Gerstenberg, Jahrgang 1964, hat ein hochbrisantes Thema, das seit Jahren die täglichen Schlagzeilen beherrscht, in einen Krimi mit Gänsehaut-Garantie gepackt.

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