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Mercedes Sosa: Cantora (RCA/Victor)

Cantora muss als ihr musikalisches Vermächtnis gelten: Mercedes Sosa, die Grande Dame Argentiniens, ist am 4. Oktober 2009 verstorben. Vor allem in Lateinamerika und Spanien wird sie zutiefst verehrt: Seit Jahrzehnten tritt die 1935 in San Miguel de Tucumán geborene Sängerin für Demokratie und Bürgerrechte ein. Sie galt als Stimme all jener Menschen, die in der Gesellschaft keine haben.

Mercedes Sosa war nicht nur Botschafterin des UN-Kinderhilfswerk Unicef, sie war vor allem Sängerin. Die Liste ihrer Duettpartner(innen) auf Cantora zeugt von Mercedes Sosas Bedeutung: Shakira, Daniela Mercury, Joan Manuel Serrat, Caetano Veloso und Leon Gieco haben sich im Tonstudio die Klinke in die Hand gedrückt, um mit ihr zu singen.

Canzora ist lateinamerikanischer Folklore, ist Bossa Nova, aber auch Pop, Schlager, Chanson, Bluesrock und HipHop. Mercedes Sosas warme, tiefe Stimme durchzieht das Album wie ein roter Faden. Gemeinsam tragen die Interpreten meist melancholische Geschichten über unerfüllte Sehnsüchte vor. Sie drehen sich um das Leben in der Heimat, um Ängste und Bedürfnisse, der Suche nach sich Selbst und nach der Liebe, die uns in all ihren Facetten begegnet: klein und zart, heimlich und verboten, erlösend, aber auch unerwidert und enttäuscht. Mal wird auf eine reduzierte Begleitung durch Gitarre und Percussion gesetzt, mal fällt sie mit Piano und Streichern sehr opulent und flächendeckend aus, auch Bandoneon, Klarinette, Querflöte und Cello finden ihren Platz.

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