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Michael Fitz: Solo Live. (Trikont)

Als Carlo Menzinger im Tatort hat er seine vermutlich bisher populärste Rolle gehabt. Aber da durfte der Ermittler (alias Michael Fitz) nie wirklich was, außer für seine Kollegen Batic und Leitmayer (alias Miroslav Nemec und Udo Wachveitl) mehr oder minder den Lakaien geben. Kein Wunder, dass Carlo sich irgendwann Richtung Süden absetzte und seinen Kollegen sinngemäß den Götz von Berlichingen zum Abschied zitierte, nachdem er als Glückspilz zu einem ordentlichen Batzen Geld gekommen war.

Als Sänger darf Michael Fitz viel mehr denn als Carlo Menzinger. Und das ist auch gut so. Was er braucht, ist bemerkenswert wenig – seine Stimme und seine Gitarre genügen ihm. Und so sehr er dem idyllisch klingenden bayerischen Idiom frönt, so wenig idyllisch sind seine Songs. Romantische Liebe versus pure Realität, der ganz banale Alltag, überzogene Ansprüche… Er versteht sich bestens auf die alltäglichen Abgründe, die uns das Leben schwer machen, er legt sie nur auf den Tisch gewissermaßen, ohne Wertung und erst recht ohne einen erhobenen Zeigefinger.

Da zeigt sich einer, der bundesweit bekannt ist, von einer allgemein vielleicht nicht so bekannten – und unbedingt entdeckenswerten Seite.

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