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Vorhang auf zur letzten, hoffentlich spektakulären, Ausfahrt: Wie im Vorjahr fällt im ultimativen Saison-Abschlussrennen auf dem Hockenheimring in diesem Jahr die endgültige Entscheidung in der weltweit renommiertesten Tourenwagenserie, der Deutschen Tourenwagenmasters (DTM). Zwar geht Titelverteidiger Timo Scheider (Braubach) im Audi A4 DTM mit einem (scheinbar beruhigenden) Vorsprung in die entscheidenden Runden auf dem neuen badischen Rennkurs. Doch Mercedes und Scheiders einzig verbliebener Titel-Konkurrent Gary Paffett haben im AMG C-Klasse das Rennen um die Champions-Krone noch nicht aufgegeben. Doch der Brite muss im letzten Rennen sieben Punkte auf den amtierenden Meister Scheider gut machen.

Ich habe im letzten Jahr bereits erlebt, wie phantastisch es ist, in diesem tollen Umfeld vor den deutschen Fans DTM-Champion zu werden. Das würde ich am Sonntag gerne wiederholen, gibt sich Scheider vorsichtig optimistisch. Aber der Audi-Pilot weiß auch, dass Gary enorm gefährlich ist und alles auf eine Karte setzen wird. Er hat in dieser Saison zwei Rennen vom siebten und achten Startplatz aus gewonnen. Das zeigt, dass man ihn nie abschreiben darf. Auf eines aber freuen sich alle Beteiligten, nicht nur die beiden Titelanwärter: Auf die einzigartige Stimmung beim Showdown im Badischen, das immer so eine Art Familienfest der DTM ist, bevor es dann ins Winterlager geht.

Für einen wird das ganze Drumherum um das letzte Saisonrennen am kommenden Wochenende von besonderer Wehmut gekennzeichnet sein. Mit dem Dänen Tom Kristensen verabschiedet sich auch in diesem Jahr, ähnlich wie Mercedes-Legende Bernd Schneider im Vorjahr, einer der ganz Großen der Tourenwagenszene aus der DTM. Ich freue mich auf mein letztes Rennen. An Hockenheim werde ich immer gute Erinnerungen haben, sagt der Däne, der zum Saisonauftakt auch den ersten Lauf an gleicher Stelle gewinnen konnte. Erneut wird es also einen großen Bahnhof und ein Adieu mit ein paar verdrückten Tränchen im Knopfloch geben.

Traditionell bilden zum Ende einer langen und Kräfte zehrenden Saison etliche Cup-Rennen den würdigen Rahmen zum Halali an der Rennstrecke. Dazu gehören die Formel-3-Euroserie, der Porsche Carrera Cup, die Seat Leon Supercopa und der VW Polo Cup. Vor allem in der Formel-3-Serie wird ein junger Mann aus der Eifel die Aufmerksamkeit der Späher der großen Rennställe bereits jetzt auf sich ziehen: Christian Vietoris hat sich bereits die Vizemeisterschaft in dieser international bedeutenden Nachwuchsklasse gesichert und wird im nächsten Jahr wahrscheinlich in der GP2, die unterhalb der Formel 1 angesiedelt ist, starten. Im Vorhof zur Königsklasse des Motorsports ist der 20-jährige Eifeler damit schon angekommen, in Hockenheim will er einen weiteren Baustein in seiner Karriere setzen.

Text: Jürgen C. Braun
Fotos: Bernhard Schoke

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