Peugeot Umwelttour: Das war es dann mit der Vier

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40 km/h beträgt die Mindestgeschwindigkeit auf französischen Autobahnen. Unfassbar, oder? Das ist echt verdammt langsam. Und verdammt gefährlich, wenn von hinten ein 40-Tonner angeschoben kommt. Probieren Sie es also gar nicht erst aus, hatte Thomas Schalberger, der Kommunikationschef von Peugeot, am Morgen geraten, als sich auf den Gesichtern einiger Teilnehmer die Frage abzeichnete: Was verbraucht ein moderner Diesel wohl dabei?

Denken Sie bitte immer an ihre Sicherheit. Und bedenken Sie bitte auch: Wir wollen hier keinen Langsamkeitsrekord aufstellen, sondern einen Sparsamkeitsrekord. Wer dabei trickst, ist raus. Auch das war eine der unmissverständlichen Ansagen, bevor die acht Teams am Donnerstagmittag auf die Strecke nach Barcelona gegangen sind.

Peter Schuler, der Bundesgeschäftsführer der KÜS, war ebenfalls beim Start der Peugeot Umwelttour an der Ludwigskirche dabei. Die KÜS ist als große Sachverständigen- und Überwachungsorganisation auch für solche Aufgaben bestens gerüstet. Auch in diesen Dingen sind wir Dienstleister rund um das Kraftfahrzeug, so Peter Schuler. Er zeigte sich begeistert von der Idee der Umwelttour und sagte, dass man eine solche Fahrt gerne von Seiten der KÜS als technischer Dienstleister unterstütze.

Durchschnittstempo 70. Wer das einhält, kommt ohne Probleme am ersten Etappenziel an. Wo es langgeht, verrät das Navigationssystem. Oder ein Blick ins Roadbook. 558 Kilometer weist es für die Strecke nach Chalon-sur-Saône aus. Über Metz geht es Richtung Reims, dann auf der A4 runter in Richtung Süden, vorbei an den Schlössern der Champagne. Wunderschön anzusehen, was hier rechts und links der Autobahn steht. Aber dafür hat keiner der Teilnehmer einen Blick übrig. Viel interessanter: Tachometer, Drehzahlmesser und die Infodisplays für den Durchschnittsverbrauch.

Davon gibt es gleich zwei: den Bordcomputer, den jeder Peugeot hat, und das Messgerät des ADAC, das vorn an der Windschutzscheibe klebt und abends von Stefan Ehl, dem begleitenden Prüfingenieur der Sachverständigen-Organisation KÜS, akribisch ausgelesen wird. Ehl sitzt den 16 Teilnehmern im wahrsten Sinne den ganzen Tag im Nacken: Zusammen mit Mechaniker Stefan Hoffmann folgt er im Peugeot Bipper, dem Lumpensammler. Sollte eines der Autos Probleme haben, ist Hilfe also immer zur Stelle. Aber wer soll schon liegenbleiben, so kurz nach dem Start? Stefan Ehl hatte vorher die Fahrzeuge für den fairen Wettkampf vorbereitet. Versiegelt waren Tankdeckel, OBD-Stecker, Motorhaube, Reifenventile. Auch im Gewicht und bei der genau gleich getankten Menge Diesel war der KÜS-Ingenieur als Schiedsrichter vor Ort. Es geht darum, dass alle Teilnehmer die gleichen Chancen haben, so Stefan Ehl. Die KÜS begleitet auch die Tour, und Kontrollen an den Check Points und den Etappenzielen gehören dazu. Der Stand von Kilometerzahl und Verbrauch wird überall stets genau registriert.

1.818 Kilometer Restreichweite! Ich fahr durch bis L-I-S-S-A-B-O-N! Egon Kahrs grinst übers ganze Gesicht, als er uns diese Zahl beim Vorbeifahren durchs offene Fenster zubrüllt. 4,5 Liter beträgt der offizielle Durchschnittsverbrauch des Peugeot 308 HDi FAP 110 mit EGS6-Getriebe. Schon am ersten Tag haben den alle acht Teams deutlich unterboten. Alle Teams haben eine Drei vor dem Komma stehen, verrät Stefan Ehl nach dem Abendcheck. Wo genau der jeweilige Verbrauch liegt, wird aus Wettbewerbsgründen vorerst nicht verraten. Auch die Teilnehmer hüten sich, zu viel über ihre Taktik zu verraten. Schließlich winkt dem Sieger-Paar ein Peugeot 3008 im Wert von rund 28.000 Euro. Kaum weniger reizvoll: der 308 für die Zweitplatzierten und der 207 99g für Platz drei.

Wir haben heute einiges ausprobiert, und wir glauben, besser geht es nicht. Ibrahim Koc lächelt schelmisch, als er das sagt. Er fuhr die heutige Etappe – und soll auch am Freitag ran, wenn es nach Beifahrer Thomas Schleicher geht. Der sagt: Never change a running system. Mir geht es nicht ums Fahren, sondern ums Gewinnen. Und keiner fährt besser als mein Schwager Ibrahim. Der bewegt selbst seinen alten Benziner wie auf Wolken.

Reicht das? Am kommenden Montag (14. September) wird eine ausführliche Berichterstattung folgen.

Die Peugeot-Umweltmeisterschaft im Internet:

www.peugeot-umweltmeisterschaft.de
www.youtube.com/peugeotumweltmeister
www.twitter.com/umweltmeister

Fotos: Bernhard Schoke

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