Erste Erfahrungen: Mazda 3 MPS

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Mazda geht mit der neuen Version des 260 PS starken 3 gegen die Konkurrenz aus Wolfsburg an.

In dem besonders hart umkämpften Automobil-Segment, das nach dem Platzhirsch aus Wolfsburg benannt wird, ist Mazda neben der Volkswagen-Konkurrenz in Gestalt von Ford Focus oder Opel Astra einer der Haupt-Widersacher des VW-Kassen- und Erfolgsschlagers, der kürzlich in der sechsten Generation anlief. Der Mazda 3 gehört seit Jahren zu den Alternativen in der Golf-Klasse, die am ehesten in Frage kommen, wenn über mögliche Konkurrenz-Angebote nachgedacht wird.

Das liegt an mehreren Komponenten, unter anderem wohl auch daran, dass die Japaner ein echtes Äquivalent für den sauschnellen Golf GTI in ihrem Portfolio aufweisen, den Mazda 3 MPS. Der asiatische Kugelblitz verhehlt nicht seinen Auftrag, als echte Krawallschachtel im Straßenverkehr auf sich aufmerksam zu machen. Mit seinen 260 PS ist er in diesem Fahrzeugsegment ein echter Kracher. Und das in gleich mehrfacher Hinsicht.

Schon der hundsgewöhnliche Mazda 3, der im Dezember 2008 eingeführt wurde, wirkt sportlicher und muskulöser gezeichnet als die vorherige Generation. Der neuen MPS-Ausgabe haben die Japaner die Kraftprotz-Botschaft ohne Wenn und Aber auf den dynamischen Leib geschnitten. War der alte MPS ein noch eher ziviler Asien-Flitzer, so gehen die Designer (und Ingenieure natürlich auch) jetzt ohne Scheu in die Vollen: Das Krawallo-Image wird besonders stark dokumentiert durch einen großen Luft-Ansauger auf der Motorhaube und einen hoch stehenden Dachkantenspoiler am Heck. Ähnlich dem Vorgänger-Modell deutet der untere Teil der Heckschürze auf einen Diffusor hin. Die beiden großspurigen Auspuffendrohre und satte 18-Zöller passen wohltuend in das Bild des asiatischen Kampfsportlers.

Die Beatmung des Nippon-GTI übernimmt wie bisher ein 260 PS starker Turbo-Benziner mit 2,3 Liter Hubraum, der die Pferdchen wie gehabt allesamt in Richtung Vorderachse schickt. In Sachen Leistungsentfaltung heißt das: Für den Sprint von Null auf 100 vergehen nicht einmal sechs Sekunden, bei Tempo 250 sagt die Tachonadel: Bis hierher und nicht weiter. Dass dieses Aggregat mit knapp unter zehn Liter Spritverbrauch auf 100 Kilometer zufrieden sein soll, dürfte sich allerdings auf den Fahrspaß eher negativ auswirken.

Löblich wie immer im Hause Mazda ist auch in diesem Fall die serienmäßige Ausstattung. Dabei sind als Erkennungsmerkmale des Kompaktsportlers zu nennen eine Alu-Pedalerie, ein Sportlenkrad sowie Sportsitze mit guter Seitenführung und extrem langer Auflagefläche für die Beine. An Sicherheits-Features ist die komplette Angebots-Palette an rettenden Luftsäcken oder anderen aktiven und passiven Einrichtungsmaßnahmen serienmäßig an Bord. Zur Komfortausstattung gehören eine Klimaautomatik, Nebelscheinwerfer, CD-Radio, Tempomat, elektrische Fensterheber sowie Licht- und Regensensor.

Der Einstiegspreis für den neuen Mazda 3 MPS beträgt 27.400 Euro, was bei manchem Freund flotter Autos in dieser Klasse angesichts des Rundum-Angebots wohl einiges Nachdenken auslösen wird. Konkurrenzfähig ist da jedenfalls leicht untertrieben.

Text und Fotos: Jürgen C. Braun

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