Renault: NOx-Falle für den Espace

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Mit einer NOx-Falle rüstet Renault den Espace aus, der damit die Schadstoffnorm Euro5 erfüllt. Das System wandelt schädliche Stickoxide (NOx), deren Konzentration in Dieselabgas prinzipbedingt höher als beim Benziner ist, in harmlosen Stickstoff und Sauerstoff um.

Renault hat für die Entwicklung des Systems zur Abgasnachbehandlung insgesamt 36 Patente angemeldet. Vor seiner Serienfreigabe wurde das System knapp ein Jahr lang in Frankreich an Bord des Espace dCi FAP 175 mit 2,0 Liter Hubraum und 127 kW/173 PS unter Alltagsbedingungen getestet.

Für die NOx-Falle kombiniert Renault den Diesel-Oxidationskatalysator mit einem NOx-Speicherkatalysator. Beide Systeme ergänzen sich in ihrer Funktion:

Der Diesel-Oxidationskatalysator wandelt Kohlenwasserstoffe (HC), die sich bei unvollständiger Verbrennung im Motor bilden, und Kohlenmonoxid (CO) zu Kohlendioxid (CO2) und Wasser um. Außerdem wird Stickstoffmonoxid (NO), das bei sehr hohen Verbrennungstemperaturen entsteht, zu Stickstoffdioxid (NO2) oxidiert.

Der nachgeschaltete NOx-Speicherkatalysator fungiert als eigentliche NOx-Falle. Er sammelt und speichert die Stickoxide zirka zehn Minuten lang und wandelt sie danach in einem rund fünf Sekunden dauernden Prozess in harmlosen Stickstoff (N2) und Sauerstoff (O2) um. Alle Vorgänge laufen automatisch ab, ohne dass der Fahrer und die Passagiere sie bemerken.

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