Oldtimer-Grand-Prix am Nürburgring: Faszination des historischen Motorsports

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Er ist die weltweit größte Veranstaltung des historischen Motorsports, ein unvergleichliches rollendes Museum aus mehr als 75 Jahren. Aber er ist auch knallharte Auseinandersetzung auf der Rennstrecke. Die Faszination des Oldtimer-Grand-Prix des Automobilclubs von Deutschland (AvD) am Wochenende auf dem Nürburgring ist seit Jahren ungebrochen.

Spannender Motorsport mit historischen Rennwagen – das sind Eindrücke, die jeder Rennstrecken-Besucher, in dessen Taufbecken sich neben dem unvermeidlichen Wasser auch ein paar Tropfen Benzin befunden haben, nie vergessen wird. Egal, ob die frühen, handverlesenen Exemplare der 30er und 40er Jahre, die GT- und Tourenwagen der Nachkriegs- und Wirtschaftswunder-Zeit oder die unvergleichlichen Roadrunner der Roaring Sixties: sie sind nirgendwo sonst in dieser vollendeten Pracht, unterlegt von einer orchestralen Triebwerks-Akustik, zu bestaunen, wie bei der jährlichen Heerschau des historischen Motorsports in der Eifel.

Blechlegenden wie Triumph TR 3, Healey Sprite, Alfa Giulietta Spider, Ferrari 250, Lotus Elan, Chevrolet Corvette, Jaguar MK II, Ford Anglia, Alfa Romeo GTA, Lotus Cortina, BMW CSL Coupe, De Tomaso Pantera oder Porsche RSR. Alles mobile Zeitzeugen von Besitzern, die aus Liebe zu ihren Fahrzeugtypen Rennen fahren. Und die stolz darauf sind, dabei zu sein, auch wenn sie nicht immer gewinnen können.

So wird das auch von kommendem Freitag bis Sonntag wieder auf dem Nürburgring sein. Auf der ebenfalls schon etwas betagten, inzwischen 82-jährigen Alten Dame Nordschleife, oder auf der aktuellen GP-Strecke. Der Geist des historischen Motorsports lebt in den historischen Meisterschaften der FIA (Weltautomobilverband) weiter. Weshalb es zu echten Rennen auf der Piste kommen wird, genau so wie zu einem Bummel über die Flaniermeile der Marken-Clubs in den beiden Fahrerlagern. Wo und wie auch immer: Pure Adrenalin-Duschen wird es kostenlos geben.

Monumentaler Aufmarsch ist alle Jahre wieder das Elefantentreffen am Freitagnachmittag. Der AvD Historic Marathon von 15.00 bis 18.40 Uhr über die Verbindung von Nordschleife und Grand-Prix-Strecke wird die Hoch-Zeit der Oldtimer am Wochenende einläuten. Die Fülle der zahlreichen Rennen oder die Anzahl der vertretenen Liebhaber-Institutionen allesamt auf zu zählen, würde den Rahmen sprengen. Aber es geht an beiden Wochenend-Tagen um 8.00 Uhr in der Früh' los und zieht sich jeweils bis in den frühen Abend.

Der AvD erwartet für die 37. Auflage seiner Traditions-Veranstaltung mehr als 60.000 Zuschauer. Angemeldet haben sich mehr als 900 Teilnehmer aus allen fünf Kontinenten mit über 600 Fahrzeugen, die von den späten Zwanziger Jahren bis zur Youngtimer-Trophy in den Achtzigern reichen.

Text: Jürgen C. Braun / Fotos: AvD

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