Rallye-WM: Ford und Citroën bekräftigen Engagement

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Trotz Wirtschaftskrise, trotz Flaute, trotz des Rückzugs von Honda und BMW aus der Formel 1 und von Subaru aus der Rallye-Weltmeisterschaft: Es gibt doch noch gute Nachrichten aus dem Motorsport. Und zwar solche, die ausnahmsweise einmal nicht das Comeback von Michael Schumacher betreffen. In diesem Falle geht es auch nicht um die Königsklasse des Motorsports, sondern um die Eliteliga der Quertreiber: Die Meldung dieser Tage kommt aus Jyväskylä, einem kleinen Ort im Norden Finnlands, der nur den eingefleischten Rallye-Hardcore-Fans als Ziel der Rallye Finnland ein Begriff sein dürfte. Dort gaben nämlich am Wochenende die beiden derzeit dominierenden Werke in der Rallye-Weltmeisterschaft bekannt, dass sie ihr Engagement in der WM nicht nur aufrecht erhalten, sondern auch weiter fortführen wollen.

Am Rande des neunten Laufes zur Rallye-Weltmeisterschaft, den der Finne Mikko Hirvonen im Ford Focus WRC zum ersten Mal für sich entscheiden konnte, gaben nämlich sowohl Ford wie auch Citroën bekannt, dass sie der Serie bis 2011 unverändert treu bleiben wollen. In der augenblicklichen finanziellen Situation ist es wichtig, uns weiterhin im Motorsport mit unseren Siegen darstellen zu können. Die Rallye-Weltmeisterschaft ist für uns eine ausgezeichnete Plattform hierfür. Ich freue mich, dass wir weiter das Vertrauen unseres Vorstands genießen, erklärte dazu Motorsport-Direktor Olivier Quesnel von Citroën.

Im Augenblick arbeiten wir zusätzlich an der Verlängerung der Verträge unserer Fahrer. Ich bin davon überzeugt, dass Sébastien Loeb und Daniel Elena auch künftig ihren Sport bei Citroën Racing ausüben werden, erklärte der Citroën-Manager weiter. Ein Ende mit Schrecken nahm die Finnland-Rallye übrigens für den einheimischen Formel-1-Piloten Kimi Räikkönen. Der Iceman bestritt die Veranstaltung in seinem Heimatland in einem privat eingesetzten Fiat Grande Punto und lag zwischenzeitlich sogar auf einem beachtlichen 15. Platz.

Das WM-Debüt des Formel-1-Weltmeisters von 2007 endete jedoch auf der letzten Prüfung mit einem Unfall, den der 29-Jährige jedoch unbeschadet überstand. Schade, wir wären gerne ins Ziel gekommen. Passiert ist uns nichts, aber wir hatten auch Motorprobleme auf der letzten Prüfung, und da wäre es ohnehin fraglich gewesen, ob wir die Prüfung noch hätten zu Ende fahren können, sagte der Ferrari-Pilot, um dann noch hinzuzufügen: Riesigen Spaß hat es aber trotzdem gemacht. Vor dem Start hatte Räikkönen erklärt, sich im Moment Gedanken darüber zu machen, irgendwann ganz in den Rallyesport umzusteigen. Das wäre eine Option, wenn im nächsten Jahr sein Formel-1-Vertrag bei Ferrari ausläuft, räumte er ein. Entschieden sei allerdings noch nichts, zumal man derzeit auch noch nicht wisse, in welche Richtung sich die Formel 1 entwickele.

Text: Jürgen C. Braun / Fotos: Fiat / Citroën

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