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Mit enormem Werbeaufwand stellte VW im letzten Sommer den Golf VI vor, als neue Generation des Bestsellers, nicht bloß als Facelift oder Modellpflege. Wir baten den Neuen in der Version mit doppelt aufgeladenem 1,4-Liter TSI mit dem 7-Gang DSG-Getriebe zur Testtour.

Sein Äußeres entspricht dem, was seit jeher das Image des VW Golf geprägt hat. Das kann man, je nach Blickwinkel, zeitlos, bewährt oder wenig spannend bis langweilig nennen. Fest steht aber: Die Verkaufszahlen bestätigen die Designpilosophie.

Nun wird allein wegen des Äußeren kein Auto gekauft. Und so gibt es auch über die Karosserie hinaus keine Überraschungen beim Golf VI. Verfahren wird gleichfalls nach der Devise Keine Experimente. So geben die Bedienelemente keine Rätsel auf. Begreifen lassen sie sich im doppelten Sinne, denn die Logik der Anordnung ist stimmig und die Haptik angenehm. Die Verarbeitung unseres Testwagens in der Ausstattung Highline war tadellos, und zum Komfort gehören hier unter anderem Klimaautomatik, Lederlenkrad, höhenverstellbare Vordersitze, eine Mittelarmlehne mit Ablagefach und Chromapplikationen um Schalter, Instrumentenanzeigen und an den Einstiegsleisten. Die Sitze mit Alcantara/Stoff-Bezügen sind angenehm, nicht zu weich und lassen es an Seitenhalt keineswegs fehlen.

Der 1,4-Liter TSI mit 118 kW/160 PS kombiniert Direkteinspritzung und Doppelaufladung. Ein Abgasturbolader wird zusammen mit einem Kompressor eingesetzt, um Ladedruck zu erzeugen. So steht hier im breiten Drehzahlband von 1.500 bis 4.500 Umdrehungen das maximale Drehmoment von 240 Nm zur Verfügung, von einem Turboloch konnte keine Rede sein. Das Triebwerk gab sich spritzig und agil, erreichte die Höchstgeschwindigkeit von 220 km/h ohne Mühe und zeigte sich mit einem Durchschnittsverbrauch von 7,8 Litern noch nicht einmal übermäßig durstig. Das liegt nicht zuletzt am 7-Gang Doppelkupplungsgetriebe, das bei der Reduktion der Verbrauchswerte hilft. (Zum Vergleich: In Verbindung mit dem Sechsgang-Schaltgetriebe wird der Durchschnittsverbrauch von VW in den Technischen Daten mit 6,3 Litern angegeben.) Unser Golf hatte die adaptive Fahrwerksregelung DCC an Bord. Der Fahrer kann per Tastendruck unter drei Modi (Sport, Comfort, Normal) per Tastendruck wählen.

Bei 25.500 Euro beginnt die Preisliste für ein Exemplar unseres Testwagens. Aufpreispflichtig sind die Seitenairbags (335 Euro), DCC (rund 1.000 Euro) und die automatische Einparkhilfe Park Assist in Verbindung mit Rückfahrkamera und Audioanlage mit großem Display (ab 1.400 Euro).

Text: Elfriede Munsch

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