Mazda3 mit neuem Feinschliff tritt im Juni an

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Der neue Mazda3: Mit den Genen eines Million-Sellers

Never change a winning team – Die alte Sportler-Weisheit, wonach man eine siegreiche Mannschaft nach Möglichkeit nicht ändern sollte, lässt sich mitunter auch in die Welt des Automobils transferieren: Never change a winning car. Und da der Mazda3 in der Modellpalette des asiatischen Herstellers ein – wie es so schön heißt – richtiger Bringer war, wurde auch am optischen Auftritt der neuen Generation, die in diesen Tagen auf den Markt kommt, nur behutsam gefeilt. Schließlich soll der neue 3er dem Platzhirsch VW Golf noch näher auf den Pelz rücken, als dies beim Vorgänger schon der Fall war. 1,5 Millionen verkaufter Exemplare seit der Erst-Auflage der jetzigen Generation vor sechs Jahren sprechen eine beredte Sprache.

Der Mazda3 wird auf derselben technischen Plattform gebaut wie der Ford Focus und der Volvo C30. Die zweite Generation des Mazda Bestsellers spricht nur eine leicht modifizierte Formensprache gegenüber dem 2003er Einführungsmodell. Etwas aggressiver wirkt sie, mit tief hinab gezogenem und stärkerer konturiertem Kühlergrill. Zwei zusätzliche Lufteinlässe prägen die Front-Erscheinung, die sich wohltuend, aber nicht dramatisch verändert von der aktuellen Vorgabe abhebt. Im Interieur wurde der neue 3er etwas Fahrer-freundlicher gestaltet. Das Armaturenbrett ist deutlich mehr auf die Bedürfnisse des Mannes oder der Frau hinter dem Lenkrad gerichtet als vorher. Die Bedienungselemente sind besser im Blickfeld und somit auch leichter erreichbar geworden.

Wer in dieser Klasse punkten will, der kann dies nicht ausschließlich einem umfangreichen Serienangebot in Sachen Sicherheit und Komfort überlassen, weil das die Konkurrenz ebenfalls anbietet. Kaufentscheidungen werden häufig anhand der Platzfrage getroffen. Was sowohl für die Fahrgäste wie auch für den Stauraum und die Variabilität des Probanden gilt. In dieser Hinsicht ist der neue Mazda3 absolut konkurrenzfähig in seinem Segment. Ins Gepäckabteil passen 340 Liter. Klappt man zusätzlich noch die zweite Sitzreihe um, dann erweitert sich der Stauraum auf ordentliche 1.360 Liter. Zum Vergleich: Der neue Golf, der ja gern in vielerlei Hinsicht zum Maßstab aller Dinge erkoren wird, bietet zwischen 350 und 1.305 Liter Fassungsvermögen. Belässt man es bei der menschenfreundlichen Konfiguration mit wenig Stauraum fürs Gepäck, dann können sich auch groß gewachsene Reisende mit langen Haxen in der zweiten Reihe nicht beklagen.

Vorschusslorbeeren erhält der neue Mazda3 nicht nur aufgrund des Platzangebotes und der Feinjustierungen an der Optik und im Arbeitsbereich des Fahrers. Einen ausgezeichneten Eindruck machte auf uns der erstmals eingesetzte neue 2,0-Liter-Vierzylindermotor mit Benzindirekteinspritzung. Das Aggregat stemmt 150 PS auf die Kurbelwelle, soll nach Hersteller-Angaben etwa 20 Prozent weniger Treibstoff als der Vorgängermotor konsumieren. Der Zweiliter-Benziner überzeugt durch viel Drehmoment-Freude, und das auch schon ohne akustisches Wehklagen im Bereich unter dreitausend Touren.

Für den neuen Mazda3 gibt es wieder zwei Karosserie-Varianten: ein fünftüriges Schrägheck und ein viertüriges Stufenheck. Auf der Motorenseite stehen drei Selbstzünder zur Wahl: Zweimal der neue 2.2-Liter Diesel mit 185 PS oder 150 PS oder der 1,6 Liter Selbstzünder mit 109 PS. Der Einstiegs-Benziner schöpft aus einem relativ kleinen Hubraum von 1,6 Liter 105 PS. Darüber steht noch der 2,0-Liter-Motor mit 150 PS zur Verfügung.

Den neuen Mazda3, der ab Anfang Juni bei den Händlern steht, gibt es in vier Ausstattungsvarianten: Prime Line, Center Line, High Line und Sports Line. Die Preisliste beginnt bei 16.900 Euro.

Text und Fotos: Jürgen C. Braun

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