Erste Erfahrungen: Audi TT 2007

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Der Audi TT begeistert seit 1999 seine Fans. Trotz anfänglicher Fahrwerksprobleme schaffte es der Ingolstädter, mit seinem Design und seiner Agilität zu punkten. Seit Herbst 2006 gibt es die zweite Generation des Coupés im Handel, der neue Roadster fährt seit diesem Frühjahr über die Straßen. Wir fuhren den Audi TT Roadster mit dem 2,0-Liter TFSI-Motor.

Keine Frage, auch in Auflage Nummer Zwei besticht der TT durch seine Formen. Die Designer haben ihre Stil-Ikone nur sehr behutsam modifiziert. Ein wenig gestreckt, weniger geduckt, aber der Grundeindruck von Dynamik und Kraft ist geblieben. Der Zweisitzer erregt wie eh und je Aufmerksamkeit der Mitmenschen. Im Inneren freut man sich zunächst an der tadellosen Verarbeitung, der logischen Anordnung der Bedienelemente und an den hochwertigen Materialien. Das Platzangebot ist zwar recht ordentlich, aber falls man Ablagen benötigt, hat man ziemlich schlechte Karten. Das Handschuhfach ist übersichtlich und in die Fächer in den Türen passen bestenfalls kleine Naschwerktüten hinein, alles andere und Größere untermauert die physikalischen Gesetze der Schwerkraft und fällt heraus. Aber zur Not gibt es ja noch den Kofferraum: 250 Liter Fassungsvermögen gehen in Ordnung, allerdings sollte man sich Getränkekisten besser direkt nach Hause liefern lassen.

Der 2,0 Liter TFSI mit 147 kW/200 PS ist kein Unbekannter im VW Konzern und passt sehr gut zum TT. Der Turbo beschleunigt den nur 1.300 Kilogramm leichten Fronttriebler in knapp sieben Sekunden auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit ist bei 237 km/h erreicht. Durchschnittlich konsumierte unser Testexemplar 9,8 Liter (C02-Ausstoß: 227 g/km), rund zwei mehr als angegeben. Das S-tronic genannte Direktschaltgetriebe konnte mit seinen Schaltübungen überzeugen. Ein satter Sound aus der Maschine kündete angenehm röhrend vom Leistungspotential des Wagens und lenkte damit die Insassen bei offenen Fahrten von den Windverwirbelungen im Haar trotz Windschott ein wenig ab.

Von Hause aus hat der TT Roadster eine Stoffkapuze, die manuell zu öffnen ist. Gegen Zuzahlung von rund 1.000 Euro funktioniert das Öffnen und Schließen automatisch per Knopfdruck in 12 Sekunden und zwar bis zu Geschwindigkeiten von bis zu 50 km/h. Ein Extra, das sich bezahlt macht. Apropos Bezahlen: Der Grundpreis für unser Testauto beträgt 33.800 Euro. Doch ein Blick auf die aufpreispflichtig verbauten Zutaten macht den einen oder anderen Betrachter sprachlos. Summieren sich doch die Extras auf gut 20.000 Euro, so dass das Produkt unserer Testfahrten auf 54.200 Euro kam. Kostprobe der Zusatzoptionen gefällig? Sonderlackierung Rot (tolle Farbe): 2.150 Euro, automatisches Verdeck (praktisch): 1.015 Euro, elektrische Sitzverstellung: 950 Euro, 19-Zoll-Alu-Felgen: 2.000 Euro und und und. Sicherlich kommt aber auch mit weniger Ausstattung Fahrfreude auf.

Text: Elfriede Munsch

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