Toyota/Lexus: Weller-Richtfest in Berlin

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Die nächste Etappe ist gemeistert: Acht Monate nach der Grundsteinlegung für den Neubau des Toyota und Lexus Flaggschiffes feiert die Autohandelsgruppe Auto Weller Richtfest des Rohbaus auf der Franklinstraße 5 in Berlin. Ab 4. Oktober 2007 wollen wir auf dem 9.000 qm großem Areal jährlich 1.000 Neuwagen und 1.800 Gebrauchtfahrzeuge aller Marken verkaufen, sagt der geschäftsführende Gesellschafter Burghardt Wellen. Künftige Highlights: Die Erlebniswelten für Kinder und Erwachsene sowie eine ausgeprägte Eventkultur. Auf dem ehemaligen Gelände der Technischen Universität locken künftig mehrmals im Jahr verschiedene Events um die Gunst potenzieller Kunden.

Kundennähe und soziale Verantwortung bilden für Auto Weller eine Symbiose. Im neuen Autohaus finden künftig auch 30 Azubis eine Herausforderung. So schafft ein Kooperationsprojekt mit der Pommernschule zehn Lehrplätze für Schüler der Hauptschule aus Berlin-Charlottenburg. Jugendlichen mit sozial- und bildungsschwachem Hintergrund soll eine Chance auf dem Arbeitsmarkt und eine Perspektive in der Gesellschaft gegeben werden. Qualifizierte Mitarbeiter sind das Kapital unseres Unternehmens, deshalb setzen wir voll auf die Ausbildung in eigenen Betrieben, betont Weller. Ziel sei es, Vorbild für andere Unternehmen zu sein und ein Zeichen für soziale Verantwortung seitens der Wirtschaft zu setzen. Bereits im August 2006 wurde der Kooperationsvertrag zwischen Auto Weller und der Pommernschule für das integrative Projekt geschlossen. Die Pommernschule zählt zu den Brennpunkt-Hauptschulen, die mit ähnlichen Problemen zu kämpfen hat wie die Rütli-Schule in Neukölln. Von den knapp 300 Schülern kommen viele aus sozial benachteiligten Familien, etwa die Hälfte hat Migrationshintergrund. Die wenigsten Schüler sprechen Deutsch als Muttersprache. Verwahrlosung, Perspektivlosigkeit und auch Gewalt sind einige Schlagworte, die den Alltag der dort beschäftigten Pädagogen bestimmen. Insbesondere schlechte Aussichten auf einen Arbeitsplatz und fehlende gesellschaftliche Integration sind häufig Ursache für mangelnde Motivation und Leistungsbereitschaft der Schüler. Das Ergebnis: Die meisten Schüler schließen die Schule entweder mit einem schlechten oder gar keinen Schulabschluss ab und blicken einer chancenlosen Zukunft entgegen.

Als Selektionskriterium für die Auswahl eines Auszubildenden hat Auto Weller vorab ein mehrwöchiges Praktikum veranschlagt, um die Integrationsfähigkeit Jugendlicher in die Arbeitswelt des Betriebes zu testen. Dazu wird unter anderem ein Sozialarbeiter oder Pädagoge einbezogen, der zudem während der gesamten Ausbildungszeit den Jugendlichen zur Orientierung und Betreuung begleitet. Die Lehrzeit zum Kfz-Mechaniker einschließlich Hauptschulabschluss beträgt 3,5 Jahre.

Auto Weller ist ein Unternehmen der Weller-Gruppe, die 1979 unter Burkhard Weller und zwei Mitarbeitern als Toyota-Vertragshändler, GM-Importeur und Harley-Davidson-Händler gegründet wurde. Mit insgesamt 31 Autohäusern und 1.600 Mitarbeitern gehört das Unternehmen gegenwärtig zu den größten Autohandelsgruppen Deutschlands. Der Gruppenumsatz lag im vergangenen Jahr bei 800 Millionen Euro.

Text und Fotos: Erwin Halentz

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