Test-Tour: Honda Civic Type R

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Giftige Kompaktsportler stehen derzeit ganz oben in der Gunst vor allem junger und jung gebliebener Käufer. In die Reihe der bunten Ballermänner mit den Zusatzbezeichnungen GTI, GSI, ST oder wie auch immer fügt sich Honda jetzt mit zwei Varianten seines erfolgreichen Volumenmodells Civic ein. Die Kürzel Type R und Type S stehen nicht nur für Rasanz und Spaß. Sie sind auch die unbestrittenen Adrenalin-Lieferanten des meistverkauften Honda, jetzt in der achten Generation.

Knackige Sportlichkeit und Alltagstauglichkeit miteinander zu verbinden, ist nicht immer ganz einfach. Denn was nützt alle Lust und Leistung, wenn die Last in Form von Mensch und Material auf der Strecke bleibt. Für die erstgenannten Komponenten sorgt im Type R der drehfreudige, 201 PS starke 2,0-l-Motor, der das Sportcoupé in 6,6 Sekunden auf 100 km/h beschleunigt und eine Spitzengeschwindigkeit von 235 km/h ermöglicht.

Typisch für die Auslegung des Fahrzeugs: Der rote Bereich auf der Skala des Drehzahlmessers beginnt erst bei 8.000 Touren. Das heißt, der Motor schreit regelrecht nach Drehzahlen und genau so muss man das Auto auch fahren, soll die Adrenalin-Zufuhr nicht irgendwo vorzeitig unterbrochen werden. Der Type R liegt 15 Millimeter tiefer als der Civic 5-Türer und verfügt über eine um zwei Zentimeter verbreiterte Spur am Heck. Das führt dazu, dass man den Giftzwerg auch mal lässig mit etwa 3.000 Touren kutschieren kann, ohne ihn dergestalt seines Charakters zu berauben.

Die sportlich, aber nicht knüppelhart abgestimmten Stoßdämpfer und Federn, dazu eine straffe und direkte Lenkung: Das ist im Paket mit den ansehnlichen 18-Zoll-Rädern ein stimmiges Paket, das für viel Fahrspaß steht. Optisch garniert durch einen in Wagenfarbe lackierten Heckspoiler, eine zweiflutige Auspuffanlage und dreieckige Auspuffblenden. Ein großzügiges Raumangebot, viele Ablagemöglichkeiten und ein Verbrauch von 9,1 Liter auf 100 Kilometer laut Hersteller stehen für die alltagstauglichen Werte des Type R, der ab 26.900 Euro erhältlich ist.

Die Bedürfnisse sportlich ambitionierter Fahrer(innen) erfüllt aber nicht nur das Topmodell Type R, sondern auch der neue Type S Für den zweitürigen Fronttriebler stehen zwei Motoren zur Wahl, ein Benziner und ein Diesel. Der Selbstzünder hat einen Hubraum von 2,2 Liter und leistet 140 PS. Genau so viele Pferdestärken weist der 1,8-Liter-Benziner auf, der wahlweise auch mit dem automatisierten i-Shift-Getriebe ab 20.900 Euro erhältlich ist.

Text: Jürgen C. Braun

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