Test-Tour: Alfa Romeo Brera 2,2 JTS

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Auf der Basis des 156-Nachfolgers 159 hat die italienische Sportwagenschmiede Alfa Romeo das Coupé Brera konzipiert. Wie alle Alfas versprüht das Coupé in erster Linie eines: Viel Emotion und Liebe zum Automobil. Wir fuhren den Brera in der Einstiegsversion mit einem 185 PS starken 2,2-Liter-JTS-Benzinmotor.

Benannt ist der Brera nach einem noblen Mailänder Stadtviertel, in dem Künstler und Intellektuelle zu Hause sind. Passend dazu trägt der Brera seinen Namen, denn Außergewöhnliches und Extravagantes sind ihm nicht fremd. Die Plattform des 159 wurde für das 4,41 Meter lange Coupé etwas verkürzt, aber 55 Prozent der Teile haben beide Fahrzeuge gemeinsam. Der Brera ist, im Gegensatz zum zweiten Alfa-Coupé, dem GT, eher ein sportlicher 2+2-Sitzer.

Das Kürzel JTS steht für Benzin-Direkteinspritzung. Per Knopfdruck wird das Aggregat gestartet, das schon nach wenigen Kilometern eines offenbart: In dieser Version ist der Brera ein Auto für Zeitgenossen, die Spaß am hochtourigen Autofahren haben. Was dem Motor etwas fehlt, ist das kräftige Zupacken aus den unteren Drehzahlbereichen heraus, wie es bei aufgeladenen Modellen der Fall ist. Das maximale Drehmoment von 230 Newtonmetern liegt erst bei 4.500 Touren an.

Oben rum entfaltet der Motor jedoch nicht nur seine maximale Leistung, sondern auch einen kernigen, sportlichen Sound. Der ist für teutonische Ohren vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig, doch der Alfisti wird sich zu Hause fühlen. Alfa gibt die Höchstgeschwindigkeit in dieser Version mit 222 km/h an, wer sich daran orientiert, wird sich des Öfteren nach der Zapfsäule umsehen müssen. Wir kamen im zweiwöchigen Fahrbetrieb auf einen Drittelmix-Wert von 10,2 Liter Superkraftstoff auf 100 Kilometer.

Passend zum sportlichen Ansatz ist das Fahrwerk des Fronttrieblers straff, aber nicht zu hart abgestimmt. Die manuelle Sechsgang-Schaltung ist kurz und knackig wie bei Alfa gewohnt. Das große Rückfenster sorgt für eine Rundumsicht, die für ein Coupé bemerkenswert ist. Zum Wohlfühl-Ambiente trägt auch das überdimensionale Glasdach in unserer Ausstattungsvariante Skyview bei. Sportlich und chic ist die Innenausstattung, die umklappbaren Rücksitzlehnen ermöglichen einen Kofferraum von 300 bis zu 610 Liter. Das ist ein äußerst guter Wert für einen 2+2-Sitzer, fast schon Limousinen-Vorzüge.

In der von uns gefahrenen Version kostet das Einstiegsmodell des Alfa Romeo Brera 34.700 Euro

Text: Jürgen C. Braun

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