Erste Erfahrungen: Fiat Scudo 2007

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Dass Michael Schumacher seine nun reichlich vorhandene Freizeit in Zukunft ausschließlich in Gummistiefeln und grüner Schürze beim Rosen schneiden verbringen wird, und sich statt des Formel-1-Boliden aus Maranello nun auf ein Nutzfahrzeug aus der Fita-Transporter-Reihe beschränken wird, ist zwar ziemlich unwahrscheinlich, doch als Werbe-Ikone für die Helden der Hinterhöfe macht sich der siebenmalige Formel-1-Champion sicherlich ganz prächtig. Kein Wunder auch, hat Fiat seine gesamte Nutzfahrzeug-Palette in den kommenden 15 Montan doch völlig auf den Kopf gestellt und bietet nun mit Strada, Doblo Cargo, Scudo und Ducato vier Handwerker und Freizeit-Gesellen des unterschiedlichsten Genres an. Zudem arbeiten die Italiener, die hinter Volkswagen und Mercedes-Benz in Deutschland immer noch Rang drei in der Zulassungs-Statistik behaupten und zudem erfolgreichster Importeur sind, an zwei weiteren Modellreihen, die im nächsten Jahr auf den Markt kommen sollen.

Das Eiltempo, in denen Fiat innerhalb von nur 15 Monaten seine komplette Transporter-Modelle erneuert hat, dürfte dem Testimonial Schumi jedoch alle Ehre machen. Im November 2005 startete die zweite Generation des Doblo Cargo auf dem deutschen Markt, im Juni 2006 folgte eine facegelifteter Strada, kurz darauf kam die dritte Generation des Ducato auf den Markt, den Reigen der Modellreihen schließt jetzt der neue Scudo ab.

Unsere Eindrücke vom neuen Scudo: Transporter mutieren heutzutage immer mehr zu Personenwagen. Das gilt sowohl für das chice Design, als auch für den Fahrkomfort und das Wohlfühl-Ambiente im Innenraum. Das größte Plus des Scudo, aber auch der anderen Modellreihen, sind deren Vielfalt. Zwei Aufbaulängen (4,80 Meter und 5,13 Meter), zwei Radstände (3,00 und 3,12 Meter) zwei Fahrzeughöhen (1,94 und 2,27 Meter), drei Ladevolumen (fünf, sechs und sieben Kubikmeter), eine Nutzlast von 1.125 Kilogramm und ein zulässiges Gesamtgewicht von etwa 3.000 Kilogramm zeichnen alleine den neuen Scudo aus. Als Kastenwagen, Kastenwagen verglast, sowie als Kombi 5/6-Sitzer und 8/9-Sitzer soll der Scudo die Top-Position der Italiener auf diesem Markt weiter stärken.

Mit großen seitlichen Schiebe- und Heckflügeltüren und einer niedrigen Ladekante (mit Luftfederung sogar noch absenkbar), ist das Be- oder Entladen von sperrigen Gütern kein Problem. Zur Markteinführung stehen drei Turbodiesel-Motoren mit Multijet-Einspritzung zur Verfügung. Wir fuhren den Basis-Selbstzünder mit einem 90 PS starken 1,6-Liter-Triebwerk und den 2.0-Liter-Multijet-Diesel mit 120 PS. Darüber bietet der Hersteller noch ein 136-PS-Aggregat mit ebenfalls zwei Liter Hubraum und serienmäßigem Partikelfilter an. Über das Durchzugsvermögen der Triebwerke lässt sich natürlich im beladenen Zustand ein aussagefähigeres Urteil treffen, doch machten die gefahrenen Motoren einen laufruhigen und kultivierten Eindruck auf uns. Die Servolenkung des Transporters ist perfekt auf das Anforderungsprofil zugeschnitten, der Scudo lenkt sich wie ein Pkw, ohne dass man dabei ständig korrigieren müsste. Je nach Form, Höhe, Länge oder Motorisierung liegt die Preisskala des neuen Fiat Scudo zwischen 18.300 und 27.400 Euro.

Für das Jahr 2008 hat der Hersteller eine zusätzliche Modelloffensive angekündigt. Dann sollen ein neuer Minicargo und ein Ein-Tonnen-Pickup das Angebot weiter ergänzen, um die Marktposition von Fiat auf dem Transporter-Sektor so noch weiter zu festigen.

Text: Jürgen C. Braun

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