Erste Erfahrungen: Citroën C4 Picasso

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Citroën hat derzeit allen Grund zum Prahlen mit Zahlen. Das Jahr 2006 war ein Rekordjahr an Absatzzahlen, nicht nur in Deutschland, (80.000 Fahrzeuge) sondern weltweit. Auf den südamerikanischen und den chinesischen Märkten hat der Doppelwinkel wahre Purzelbäume an Zulassungen hingelegt und in diesem Jahr steht die größte Modell-Palette im Pkw- und Nutzfahrzeug-Bereich zur Verfügung, die die Franzosen je zu offerieren hatten. Noch vor gut 20 Jahren wurde jeder zweite Zitröön auf dem eigenen Markt verkauft, derzeit werden gerade mal 20 Prozent auf dem französischen Markt zugelassen. Der Weg zum Global Player wurde mit einer pfiffigen Modell-Ausrichtung und einer aggressiven Rabattpolitik erfolgreich bestritten.

Vor allem im Bereich der Großraumlimousinen wartet Citroën mittlerweile mit einer Vielfalt an Fahrzeugen auf, die ihresgleichen sucht. Bei den Kompaktvans kommt nun neben dem Xsara Picasso und dem siebensitzigen Grand C4 Picasso nun auch der fünfsitzige C4 Picasso neu hinzu. Damit hat der Hersteller das gesamte Volumen in diesem Marktsegment bis hinauf zum großen C8 abgedeckt. Der Fünfer zeigt wieder einmal, dass die Leute, die im Hause Citroën an den Schalthebeln der Macht in punkto Modellpolitik sitzen, nicht unter Ideenarmut leiden. Pfiffige Detaillösungen wie eine riesige Panorama-Windschutzscheibe, die fest stehende Lenkrad-Nabe, eine elektrische Handbremse oder Automatik-Wahlhebel oben auf dem Lenkrad-Kranz zeigen: Hier hat man sich Gedanken gemacht und es wurde nicht nur um des Experimentieren willens geforscht und gebastelt.

Unsere ersten Eindrücke mit dem C4 Picasso jedenfalls waren rundum positiv. Zwei schlanke A-Säulen geben in Verbindung mit dem gläsernen Panorama-Dach den Blick nach allen Seiten in bisher ungeahnten und ungekannten Dimensionen frei. Zum Lenkrad, der fest stehenden Nabe und seinen vielfältigen Funktionen mag man geteilter Meinung sein. Fest steht aber auf jeden Fall, dass der Sicherheits-Aspekt darunter besonders gut zum Tragen kommt. Denn durch die feststehende Nabe wird gewährleistet, dass der Airbag im Falle X genau dorthin projiziert wird, wo er hin soll, auf den Fahrer nämlich. In der zweiten Reihe stehen drei Einzelsitze zur Verfügung, die jeder für sich allein in Längsrichtung verschiebbar sind. Und das Kofferraumvolumen, das von 500 bis 1.734 Liter variiert, glänzt zudem mit einer Längs-Auflagefläche von 1,87 Meter. Umgebaut vom Fünfsitzer zum Mini-Transporter wird der C4 Picasso übrigens ganz praktisch mittels eines leichten Knopfdrucks.

Zum Marktstart in diesen Tagen stehen zwei Benzinmotoren und zwei Selbstzünder zur Verfügung. Die beiden Ottomotoren holen aus 1.8 beziehungsweise zwei Liter Hubraum 92 kw (125 PS) oder 103 kw (141 PS) an Leistung heraus. Die beiden mit Partikelfilter ausgerüsteten Diesel (HDi FAP) bringen es auf 80 kw (109 PS) oder 100 kw (136 PS). Die Preisskala beginnt bei 20.700 Euro für den kleinen Benziner in der Ausstattungsversion Advance und endet bei 30.350 Euro für den Hdi 135 FAP Exclusive mit 30.350 Euro.

Text: Jürgen C. Braun

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