Erste Erfahrungen: Škoda Fabia 2007

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Schon sieben Jahre auf dem Blechkleid, 1,6 Millionen verkaufte Fahrzeuge und immer noch gefragt: Wer hätte das vermutet, als im Jahr 1999 der Škoda Fabia debütierte? Von Anfang an war der kleine Tscheche aus dem großen VW-Konzern ein Erfolgstyp. Er überzeugte durch Charme, Qualität und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Doch so langsam ist der Fabia in die Jahre gekommen. Design, Technik und Motoren entsprechen nicht mehr den Ansprüchen und gesetzlichen Erfordernissen, Zeit also für eine neue Ausgabe des Kleinwagens.

Dieser steht ab Ende März zunächst als viertürige Schrägheck-Limousine bei den Händlern und schaut Interessenten neugierig mit seinen markanten Scheinwerfern an. Das Design des Bestsellers wurde behutsam modernisiert, der große Kühlergrill, die markanten Scheinwerfer und Heckleuchten verleihen dem Wagen einen charaktervollen Auftritt und erinnert in vielen Details an den Roomster.

Im Gegensatz zu vielen Konkurrenten ist die Neuausgabe überschaubar geblieben. In der Länge wuchs er nur um 2,2 Zentimeter an und bleibt mit knapp unter vier Meter Länge noch handlich. Dass trotzdem die gestiegenen Raumerwartungen erfüllt werden können, liegt an der zusätzlichen Höhe (Plus 4,7 Zentimeter). So bietet der Fabia sehr gute Platzverhältnisse, selbst hinten gibt es zumindest auf kürzeren Strecken für längere Erwachsene wenig zu meckern. Die Sitze sind angenehm straff gepolstert und geben einen guten Halt. Das Cockpit punktet mit großen Bedienknöpfen und Übersichtlichkeit, alles befindet sich an vertrauter Stelle. Für den Kofferraum gibt es praktische Ordnungshelfer wie Netze und Trennkörbe. Das Fassungsvolumen beträgt zwischen 300 und 1.163 Litern bei umgelegter Rückbank, damit reicht das Gepäckteil für größere Transportaufgaben. Der neue Fabia wird wie bisher in vier Ausstattungslinien angeboten. Die eher puristische Basis-Variante ist wohl nur für die ganz anspruchslosen Kunden gedacht, die nächsten Stufen Ambiente, Sport und Elegance jedoch erfüllen Stück für Stück die Wünsche nach Komfort. Optional kann der Kunde noch Kurvenlicht, ein großes Panoramadach, ein Navigationssystem oder eine Telefonvorbereitung mit Bluetooth ordern. Dann allerdings ist der Fabia nur noch den Außenmaßen nach ein Kleinwagen. Beim Thema Sicherheit gibt sich der Wagen gut gerüstet, ab Werk rollt er mit vier Airbags, ABS und Scheibenbremsen vom Band. ESP ist außer für die Basismotorisierung zumindest optional erhältlich.

Sieben Motoren, vier Benziner und drei Diesel, stehen zur Auswahl. Beliebtestes Aggregat dürfte beim neuen Fabia wie schon beim alten der 1,4 Liter Vierzylinder mit 63 kW/86 PS werden. Damit gelingt der Sprint von 0 auf 100 km/h in 12,3 Sekunden und auch bei Fahrten auf der Autobahn muss man nicht hinter den Lkw zockeln. (Spitze: 174 km/h, Verbrauch: 6,5 Liter) Darunter angesiedelt sind zwei 1,2 Liter Dreizylinder in den Leistungsstufen 44 kW/60 PS und 51 kW/70 PS. Bei freudigem Schalteinsatz beschleunigen sie auseichend flott für den Einsatz auf Kurzstrecken und/oder im Stadtverkehr (Spitze: 155 km/h und 163 km/h, Verbrauch: 5,9 Liter). Für Eilige steht die 1,6 Liter Top-Motorisierung mit 77 kW/105 PS zur Auswahl. (Spitze: 190 km/h, Verbrauch: 6,9 Liter) Die Pumpe-Düse-Dieselaggregate kommen ebenfalls aus den Motorenregalen des VW Konzerns. Hier reicht die Leistungsspanne von 51 kW/70 PS und 59 kW/80 PS bis zu 77 kW/105 PS. Beim mittleren Selbstzünder ist ein Partikelfilter gegen Aufpreis erhältlich, der große Diesel hat ihn serienmäßig.

Die genauen Preise werden erst anlässlich des Genfer Autosalons bekannt gegeben. Doch da sich im Markt der Kleinwagen viele attraktive Mitbewerber tummeln, dürfte der Neue sich auf dem Preisniveau des Vorgängers bewegen, das heißt, ab rund 11.000 Euro beginnt der Einstieg in die neue schöne Fabia Welt. Im Herbst ergänzt der Kombi die Angebotspalette.

Text: Elfriede Munsch

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