Erste Erfahrungen: Seat Leon Cupra

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Seat lässt es ab Februar 2007 richtig krachen: Nicht weil dann die Verkaufszahlen sprunghaft nach oben gehen, sondern der Golf und Audi A3-Bruder Leon sorgt dann in der Cupra-Version für Gesprächsstoff bei der rennbegeisterten Klientel. Ein 2,0-Liter TFSI-Motor mit 177 kW/240 PS macht aus dem braven Familienmitglied einen vollblütigen Rassesportler. Cupra leitet sich von Cup-Racing ab und somit ist klar, woher der Leon seine sportlichen Gene hat. Zwischen den Leistungspotentialen eines Golf GTi (230 PS) und eines Golf R32 (250 PS) angesiedelt, bringt der Spanier eine Menge Fahrspaß zu günstigeren Preisen als die schnelle deutsche Verwandtschaft. Knapp 27.000 Euro (inkl. 19 Prozent MwSt.) muss ein Interessent hinblättern und damit unterbietet er die schnellen Gölfe doch deutlich.

Fürs Geld gibt es einen satt auf der Straße stehenden Leon Cupra. Große Lufteinlässe, 18-Zoll-Räder, das obligatorische Auspuffendrohr aus poliertem Stahl und im Inneren Ledersportlenkrad, Schalensitze und Pedale in Alu-Optik strahlen die notwendige Sportlichkeit aus ohne dass der Wagen dabei aggressiv wirkt.

Mit dem Durchtreten des Gaspedals jedoch zeigt sich, dass der Cupra kein harmloses Spielzeug ist. Der TFSi-Motor wurde von den Seat Ingenieuren auf noch mehr Leistung getrimmt. Die Direkteinspritzung und die Turboaufladung erhielten Modifikationen. Mit einem Leistungsgewicht von 5,7 kg pro PS gibt sich der Cupra äußerst agil. Das Drehmoment von 300 Nm ist zwischen 2.200 und 5.500 Umdrehungen auf Abruf bereit. Die Höchstgeschwindigkeit von knapp 250 km/h dürfte aber eher ein statischer Wert sein, denn der Fahrspaß kommt beim Fahrer viel eher auf Landstraßen mit Kurven und Steigungen. Das straff abgestimmte Fahrwerk, die Sechsgangschaltung und die Elastizität des Motors harmonisieren sehr gut zusammen. Der Standardspurt gelingt in 6,4 Sekunden. Damit sich aber Auto und Insassen nicht zu schnell abseits der Straße wieder finden, greifen elektronische Assistenten unterstützend ein. Der Motor dröhnt angenehm im Ohr und klingt besser als jegliches Radiogedudel.Wenn der Verkehrsfluss es nicht erlaubt, den Schumi oder Alsonso auszuleben, dann kann man mit dem Wagen auch gelassen über die Straßen gleiten. Seat gibt den Durchschnittsverbrauch mit 8,3 Litern an. Bei zu viel Sportsgeist jedoch wird der Fahrer mit einem schnelleren Durchfluss rechnen müssen. Ab 26.870 Euro steht der rassige Spanier bei den Händlern. Darin enthalten ist eine ordentliche Komfort- und Sicherheitsausstattung.

Text: Günter Weigel

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