Peugeot: Seit 70 Jahren werden die Löwenautos nach Deutschland importiert

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Olivier Dardart, der Geschäftsführer der Peugeot Deutschland GmbH, hatte richtig Freude als er in der Gasgebläsehalle der Alten Völklinger Hütte die Geschichte von 70 Jahren Peugeot in Deutschland revue passieren ließ. Die Geschichte der Löwenmarke in Deutschland verknüpfte Dardart immer mit wichtigen Ereignissen aus dem jeweiligen Zeitraum, so dass auch ein Blick auf die wechselhafte Geschichte des Saarlandes möglich wurde. Wichtigste Eckpunkte seiner Rede waren zweifellos die Hinweise auf die Geburtsstunde von Peugeots Millionseller 205 im Jahre 1983 oder die Entwicklung des Diesel – Partikelfilters FAP im Jahr 2000.

Vor 70 Jahren startete die Erfolgsgeschichte der französischen Marke in Deutschland, als im November 1936 die Kraftwagen Handelsgesellschaft Kochte & Rech in der Saarbrücker Arndtstraße eine Werkstatt, Ausstellungsraum und Büros anmietete. Das Unternehmen begründete damit den offiziellen Import von Peugeot-Fahrzeugen nach Deutschland. Nach dem Zweiten Weltkrieg verzeichnete Peugeot ein enormes Wachstum in Deutschland. Der Erfolg der Löwenmarke begann die Möglichkeiten eines privaten Importeurs schließlich zu übersteigen. Daher trat Peugeot Deutschland im Jahre 1967 die Rechtsnachfolge von Kochte & Rech an – Sitz des Unternehmens war damals der Saarbrücker Stadtteil Schafbrücke.Die Importzentrale von Peugeot Deutschland befindet sich nun bereits seit fast 40 Jahren in der saarländischen Landeshauptstadt. Mit der Gründung des 100-prozentigen Tochterunternehmens des französischen Mutterhauses stellte Peugeot die entscheidenden Weichen für das weitere Wachstum in Deutschland. Im Juli 1973 erfolgte die Grundsteinlegung für die neue Hauptverwaltung im Saarbrücken Güdingen. Der Standort trägt seit 1994 die postalische Adresse Armand-Peugeot-Straße und erinnert damit an den Pionier des zweitältesten Automobilunternehmens der Welt. Heute bietet der Standort Platz für die Hauptverwaltung der Peugeot Deutschland GmbH, eine Filiale und das gemeinsame Teilelager von PSA Peugeot Citroën auf dem deutschen Markt.

Im Verlauf des 1998 gestarteten Unternehmensprojekts Heute 2005 ist es dem Unternehmen gelungen, innerhalb von sieben Jahren den Marktanteil zu steigern, das Händlernetz zu optimieren und das Image der Marke langfristig zu verbessern. In den Umbau der Unternehmensstruktur hat die Peugeot Deutschland GmbH rund 500 Millionen Euro investiert. Heute zählt Peugeot zu den stärksten Importmarken auf dem deutschen Markt. Der Pkw-Marktanteil von Peugeot lag 2005 in Deutschland bei 3,5 Prozent und blieb somit im Vergleich zum Vorjahr auf hohem Niveau stabil. Im bisherigen Verlauf des Jahres 2006 knüpft Peugeot an den Erfolg an und bleibt auf dem Kleinwagensektor mit den Modellen 107, 1007, 206 und 207 die Importmarke Nummer eins in Deutschland. Das bundesdeutsche Vertriebsnetz von Peugeot stützt sich auf 842 Standorte von Neuwagen-, Service- und Teile-Vertragspartnern. Dabei sind in den Ballungsgebieten 16 Filialen der Peugeot Deutschland GmbH mit 68 eigenen Standorten vertreten. Durch den starken Ausbau des eigenen Filialnetzes ist die Mitarbeiterzahl von Peugeot Deutschland seit dem Jahr 2000 um rund 70 Prozent gestiegen. Sie liegt heute bei über 2.600 Mitarbeitern.

Von diesen 2.600 Mitarbeitern sind rund 800 an der Saar beschäftigt. Hinzu kommen etwa 400 Beschäftigte, die sich an 25 Standorten von Peugeot-Autohäusern um die Interessen der Kunden kümmern. Ebenso arbeitet Peugeot mit rund 30 Zulieferern aus dem Saarland – beispielsweise der Robert Bosch GmbH und der ZF Getriebe GmbH – zusammen und trägt so weiter zur Sicherung von Arbeitsplätzen bei. Die Umsatzsteuer aller 26 Tochterunternehmen von PSA Peugeot Citroën in Deutschland wird in Saarbrücken verbucht. Peugeot gehört daher mit einem Steueraufkommen von rund 428 Millionen Euro zu den größten Steuerzahlern im Saarland. Die Bedeutung von Peugeot im kleinsten Flächenstaat der Bundesrepublik spiegelt sich auch im täglichen Straßenbild wider: Peugeot hat im Saarland seit Jahren einen Marktanteil von rund 20 Prozent.

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