Erste Erfahrungen: Audi S3

Foto 1
Foto 2
Foto 3
Foto 4

S8, S6, S4 und jetzt noch einmal ein Segment tiefer: Rechtzeitig zum zehnjährigen Jubiläum des Audi A3 bringen die Ingolstädter nun auch bei den Kompakten ihr ultimatives Fahrspaß-Mobil auf den Markt. Und die Zahlen sind nichts anderes als beeindruckend: Ein zwei Liter großer Vierzylinder-Turbolader, der 265 PS auf die Kurbelwelle stemmt, abgeriegelte 250 km/h Höchstgeschwindigkeit und dazu natürlich der permanente Quattro-Allradantrieb. Mit dem S3 hat Audi nicht nur die Lücke in der S-Palette geschlossen, sondern beschreitet konsequent den Weg weiter, der dem Hersteller in den vergangenen Jahren einen Absatz-Boom beschert hat: Ein unverwechselbares Design etwa mit dem neuen Single-Frame-Kühlergrill und Fahrzeuge, die den Anspruch als Premium-Hersteller sportlicher Autos untermauern. Die Zeiten, da die Ingolstädter als die dritte Kraft der süddeutschen Automobil-Hersteller mit eher konventionellen und wenig aufregenden Fahrzeugen galten, gehören längst der Vergangenheit an.

Der kompakte Flitzer ist dafür beredtes Beispiel. Die Leistung des auch in anderen A3-Modellen eingesetzten direkt einspritzenden TFSI-Motors wurde für den S3 noch einmal auf 265 PS gesteigert, das maximale Drehmoment auf 350 Newtonmeter ausgedehnt. Ein erster Blickkontakt mit dem S3 genügt, um Vorfreude auf den anstehenden Fahrgenuss aufkommen zu lassen. Der verchromte Kühlergrill, der Frontspoiler mit den großen Lufteinlässen, neue Seitenschweller, Dachkantenspoiler und eine Heckschürze mit zwei verchromten Endrohren sowie einem farblich abgesetzten Diffuser. Hoppla, da zuckt's doch schon im rechten Fuß.

Das, was die S-Modelle der anderen Baureihen ausgezeichnet hat, setzt sich bei unseren ersten Erfahrungen mit dem sportlichsten Dreier nahtlos fort. Ein gutturaler Sound beim Anlassen des Motors, ein dumpfes vernehmliches Grummeln, und der wohlmeinende Tritt in den Hintern des Fahrers beim ersten schärferen Kontakt mit dem Gaspedal. Dank seines permanenten Allradantriebs fährt der S3 wie auf Schienen, ruft seine Kraft über ein breites Drehmoment-Band ab und liefert Vortrieb ohne Ende. Schon ab 2.500 Touren stehen die 350 Newtonmeter Drehmoment zur Verfügung, die bis 5.000 Umdrehungen konstant bleiben. Ob auf der Autobahn, wo die plötzliche Erscheinung im Rückspiegel der voraus fahrenden Verkehrsteilnehmer meist ein höfliches Setzen des rechten Blinkers zur Folge hat oder auf der Landstraße beim satten Kurven räubern, der S3 wird seinem Anspruch in jeglicher Form und Funktion gerecht. Knackig kurz und führig auch das Sechsgang-Getriebe, das die Kraft des bissigen Motors auf Alu-Räder mit 18 Zoll Durchmesser überträgt.

Dieses Auto, so unser Eindruck, musste einfach gebaut werden, weil er in das Angebots-Portfolio eines solchen Herstellers dazu gehört. Das sportlich stramme, aber nicht brutale Fahrwerk, die verstärkten Bremsen und die um 25 Millimeter tiefer gelegte Karosserie unterstreichen den stimmigen Eindruck eines rundum wohl konzeptionierten Fahrzeugs, das mehr als nur ein chices Geburtstagsgeschenk zum Zehnjährigen der Modellreihe ist.

Die sportliche Linie setzt sich (natürlich) auch im Innenraum fort. Ausgezeichnet konturierte Sportsitze, dazu Pedale, Schaltknauf und Luftausströmer in Aluminium-Optik. Das alles natürlich in Sachen Materialien und Verarbeitung top of the line. Wer es noch ein bisschen sportlicher mag, der kann sich aus dem Regal der Quattro GmbH auch noch klappbare Schalensitze oder ein Lenkrad mit unten abgeflachtem Lederkranz ordern.

Der Basispreis des Audi S3 beträgt 35.150 Euro.

Text: Jürgen C. Braun

Scroll to Top