Erste Erfahrungen: Daihatsu Trevis

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Der neue Daihatsu Trevis zielt auf die Bedürfnisse von Frauen. Nein, er kann nicht alleine Ein- und Ausparken, aber ansonsten entspricht er so ziemlich einer typischen Vorstellung von Charmebolzen und Frauenverstehern.

Es beginnt schon bei der äußeren Hülle. Der nur 3,40 Meter lange Wagen hat Scheinwerfer, die ein Schmollen suggerieren könnten. Der Trevis scheint zu flehen: Nimm mich, ich bin ein treuer Begleiter. Außerdem erinnert der kleine Japaner an einen anderen Frauenliebling, den Mini. Nach dem Motto, besser gut kopiert als schlecht selbst gezeichnet, kommt der Trevis als Mini-Klon daher, das tut aber seinem Charme keinen Abbruch. Originale sind in einer Männerdomäne ohnehin selten genug.

Doch nicht nur durch sein Äußeres punktet der Viertürer, er hat auch praktische Seiten. Bei kompakten Abmessungen (Länge: 3,40 m, Breite: 1,48 m, Höhe: 1,50 m) ist es den Ingenieuren gelungen, ein großzügiges Raumangebot zu zaubern. Selbst längere Insassen können sich vorne bequem einrichten, und die Fondbenutzer müssen nicht all zu sehr leiden. Nur das Kofferraumvolumen fällt mit 167 Litern recht klein aus, ist aber ausreichend, um zwei Getränkekästen zu transportieren. Für größere Einkäufe lässt sich die Rückbank im Verhältnis 60:40 umklappen. Für eine gute Sitzposition lassen sich der Fahrersitz und das Lenkrad in der Höhe verstellen. Das Ambiente ist ansprechend gestaltet, viele Ablagen helfen Ordnung halten.

Ein 1,0-Liter-Dreizylinder mit 43 kW/58 PS ist die einzige Motorisierung für den Kleinen. Die reicht für die urbanen Bedürfnisse aus. Der Motor hat keine Probleme, das 790 Kilogramm schwere Leichtgewicht flott zu bewegen (Spitze: 160 km/h, Verbrauch: 4,8 Liter Normalbenzin). Im Stadtverkehr spielt der Trevis durch seine übersichtlichen Maße und seinen kleinen Wendekreis von nur 8,8 m seine Vorteile aus: Parken und Ausparken funktioniert recht einfach. Wer sich auf große Fahrt begeben will, sollte etwas Geduld mitbringen. Schnelle Autobahnfahrten sind nicht sein Ding, auch sportliches Handling mag er nicht.

In zwei Ausstattungsvarianten kommt der Trevis Mitte September auf den deutschen Markt. In der Basisversion ab 9.990 Euro verfügt er über eine ordentliche Komfortausstattung, wie zum Beispiel über elektrische Fensterheber, einen höhenverstellbaren Sitz, eine Zentralverriegelung, eine Servolenkung und eine geteilte Rückbank. Ab 10.990 Euro gibt es zusätzlich eine Klimaanlage, ein CD-Radio und ein Lederlenkrad. In der Aufpreisliste steht nur eine Vierstufenautomatik für 970 Euro. Beim Thema Sicherheit gibt es nur ABS sowie Fahrer- und Beifahrerairbags zu vermelden. Hier könnte Daihatsu ein wenig nachlegen.

Daihatsu rechnet damit, dass sich der Mini-Casanova jährlich rund 3.000 Mal verkaufen wird, vornehmlich natürlich an Frauen. In Japan, wo der Kleine seit 2005 bereits unter dem Namen Mira Gino über die Straßen fährt, hat er mehr als 18.000 Kundinnen von seinem Charme überzeugt.

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