Vom Dreirad zum Wankelmotor

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Jubiläum bei Mazda: Seit 75 Jahren produziert das in Hiroshima beheimatete Unternehmen Automobile.
Ahura Mazda ist der Schöpfergeist des Zoroastrismus, er verkörpert das Licht und die Erkenntnis. Die Ähnlichkeit mit dem Namen des Vaters der Marke, Jujiro Matsuda, ist wohl eher zufällig. Jujiro Matsuda ist als Unternehmer mit seinen Matsuda Werken früh zu Reichtum gelangt und setzt sich 1916 eigentlich schon zur Ruhe. Doch dann wird der gelernte Schmied 1921 Präsident von Toyo Cork Kogyo, einem Unternehmen, das die Korkproduktion aufgegeben hat und auf dem besten Weg vom Maschinenbauer zum Automobilhersteller ist.

Der Mazda-GO mit 13 PS und Einzylinder-Viertaktmotor gerät ab 1931 schon zum Bestseller – das Dreirad wird ein Jahr nach Produktionsbeginn auch nach China exportiert.

Visionen von einem vierrädrigen Pkw werden durch den Krieg ebenso zerstört wie die Hälfte der Anlagen durch den Atombombenabwurf auf Hiroshima. Erst 1960 kommt mit dem R360 einer der ersten japanischen Kompaktwagen auf den Markt. Das Fahrzeug ist kürzer als drei Meter, leichter als 400 Kilo und hat einen Motor mit 16 PS und 360 ccm Hubraum, Zu dieser Zeit nimmt Tsuneji Matsuda, Sohn des legendären Mazda-Gründers, erstmals Kontakt nach Deutschland auf und besucht die NSU-Werke in Neckarsulm und den genialen Ingenieur Felix Wankel. Das Ergebnis dieses Besuchs hat noch heute Bestand: Der Kreiskolbenmotor und Mazda gehören seitdem zusammen und das Rotationsprinzip findet sich in vielen Modellen wieder. Premiere bei Mazda feiert die Technologie im Cosmo Sport von 1967 mit 110 PS Leistung.

Im selben Jahr beginnt Mazda auch mit dem Export nach Europa, bis zur Premiere in Deutschland vergehen weitere fünf Jahre. 1972 wird Mazda Motors Deutschland gegründet.

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