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Attwenger: Dog (Trikont)

Einzeln heißen sie Hans-Peter Falkner und Markus Binder. Zusammen heißen sie Attwenger. Unter diesem Namen mischen die zwei Musiker aus dem österreichischen Linz seit 1990 die Musikszene kräftig auf, und zwar durchaus über die Grenzen der deutschprachigen Länder hinaus.

Da dog is a hund. the beat goes on. die quetschn hebt ab. der text geht drüber. So kurz, knapp und schräg skizziert das Duo selbst sein mittlerweile fünftes Werk, wie die Vorgängeralben einsilbig betitelt.

Wobei die Einsilbigkeit keineswegs Programm ist! Das Schöne an Attwenger ist, dass man nie genau weiss, was einen als nächstes wohl erwarten wird. Variatio delectat. Schlagzeug und Ziehharmonika treffen meditative Klänge, und die Übergänge kann man bisweilen ruhigen Gewissens als abrupt bezeichnen. Gerade wenn man zu erkennen glaubt, dass Binder und Falkner einfach ihre Verbundenheit zur österreichischen Volksmusik durch ein paar eigenwillige Verschärfungen ausdrücken, geht es hochelektronisch und total modern weiter. Der ganz besondere Reiz des fünften Werks liegt darin, dass es die Spuren aller Vorgänger erkennbar weiterentwickelt.

Elektro-Polka? Kann man sagen. Austro-Punk? Trifft's ganz gut. Sagen wir doch einfach: Attwenger machen eigenwillig-gute Musik, die sich jeder Schublade verweigert.

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