Erste Erfahrungen: Citroën C4

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Der französische Hersteller Citroën startet einen neuen Versuch, gegen Golf und Co anzutreten. Ab dem 26. November löst der C4 den Xsara ab. Nur die Kombiversion des Xsara bleibt noch erhältlich, da vom C4 keine Transportervariante geplant ist. Citroën setzt beim C4 auf erprobte Technik, schließlich teilt sich der Wagen rund 62 Prozent aller Bauteile mit dem Schwestermodell Peugeot 307, weiterhin auf ein schickes Blechkleid und für die Insassen gibt es eine beim unabsichtlichen Überfahren von Straßenmarkierungen eine Rüttelanlage im Sitz. Ein Lenkrad mit feststehender Narbe und mehr oder weniger wohl riechende Duftstoffe in der Klimaanlage betonen ebenfalls Citroëns Experimentierfreude.

Wie schon beim C5/Peugeot 407 erkennt man äußerlich nicht die enge Verwandtschaft zwischen C4 und Peugeot 307. Der C4 zeigt das neue Citroën-Gesicht mit den großen mandelförmigen Scheinwerfern, den mittig platzierten riesigen Doppelwinkel und dem tief heruntergezogenen Stoßfängern. Zwei Karosserievarianten stehen zur Auswahl: Das zweitürige Coupé und die viertürige Limousine. Beide Versionen sind fast gleich lang und messen 4,26 und 4,27 m. Das Coupé ist etwas niedriger und fällt durch sein Heck auf. Hier sorgen Glaseinsätze für einen lichtdurchfluteten Kofferraum. Der Großteil der Kunden wird sich wohl für die Limousine entscheiden, so die Erwartungen von Citroën. Diese erinnert seitlich ein wenig an den Focus und kommt gefällig daher gefahren.

Innenraumgestaltung und Platzverhältnisse sind dagegen bei beiden Versionen gleich. Das Armaturenbrett wirkt futuristisch. Oben auf den Instrumententräger aufgesetzt – wie ein kleines Bügelbrett – zeigt der digitale Tacho dem Fahrer die Geschwindigkeit an. Citroën verspricht, dass die Anzeigen auch bei starker Helligkeit genug Kontrast aufweisen, um klar abgelesen werden zu können. Als Besonderheit hat das Lenkrad eine feststehende Nabe, das heißt, nur der Lenkradkranz bewegt sich. So liegen die Bedienelement für die Audioanlage und die Temporegelanlage immer in derselben Position. Außerdem soll der Fahrerairbag dadurch effektiver zum Einsatz kommen. Die Platzverhältnisse und das Kofferraumvolumen sind klassenüblich. Damit man sich gut riechen kann, gibt es einen Duftspender, der über die Klimaanlage Düfte verströmt. Trotzdem oder gerade deswegen kann man immer noch die Fenster zum Lüften öffnen.

Für den Vortrieb offeriert Citroën acht Aggregate aus dem Motorenregal von PSA. Auf Benzinerseite reicht das Leistungsspektrum von 65 kW/88 PS bis zu 130 kW/177 PS. Der 1,6-Liter mit 80 kW/109 PS dürfte das Rennen um die Gunst der Käufer machen. (Spitze: 194 km/h, Verbrauch: 7,1 Liter). Drei Selbstzünder runden das Programm ab. Der mittlere Common-Rail-Diesel mit 80 kW/109 PS gilt hier als Favorit. Bei ersten Ausfahrten im französischen Hinterland zeigte er sich wie gewohnt durchzugsfreudig. (Spitze: 192 km/h, Verbrauch: 4,7 Liter.) Bis auf den 1,6-Liter-Benziner erreichen alle Motoren die Abgasnorm Euro 4. Um den Kunden den C4 auch preislich näher zu bringen, gibt es zur Markteinführung einen um 1.200 Euro reduzierten Preis. So startet der C4 bei 13.790 Euro. Darin enthalten sind eine gute Sicherheitsausstattung, die unter anderem ESP und sechs Airbags umfasst, und ordentliche Komfortfeatures wie elektrische Außenspiegel, elektrische vordere Fensterheber und eine Zentralverriegelung. Der Spurassistent AFIL, der beim unabsichtlichen Überqueren der Fahrbahnmarkierung mit einem Rütteln im Sitzpolster warnt, kostet 590 Euro Aufpreis. Mit verschiedenen Zusatzpaketen kann der Kunde seinen C4 zum Beispiel mit Navigation, Reifenluftdruckkontrolle oder mitlenkenden Bi-Xenon-Scheinwerfern aufrüsten. Insgesamt hofft Citroën, 14.000 Einheiten an den Mann oder die Frau zu bringen.

Text: Elfriede Munsch

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