Erste Erfahrungen: Seat Ibiza Cupra TDI

Foto 1
Foto 2
Foto 3

Seat, das spanische Mitglied des VW-Konzerns, ist dort bekanntlich für emotionale, aber bezahlbare Autos zuständig. Schließlich ist man direkt Audi unterstellt und darf seitdem deutlich mehr Sportlichkeit zeigen. Der jüngste Iberen-Sportler ist der Seat Ibiza Cupra. Cupra leitet sich von Cup Racing ab. Unter dem Begriff firmieren traditionell die schnellsten Seat-Modelle. Im Falle des Ibiza ist der Schnellste ein Diesel.

Ab sofort sorgt der bekannte 1,9-Liter-TDI aus Wolfsburg für einen flotten Antritt. Dafür wurde der Motor von den spanischen Ingenieuren auf 160 PS (118 kW) getrimmt. So hochgerüstet hat das Aggregat keine Mühe den Ibiza zu beschleunigen. Der Spurt von 0 auf 100 km/h gelingt in 7,6 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 220 km/h. Aber auch das Fahren zwischen diesen zwei Eckwerten macht Freude. Bei ersten Testfahrten überzeugte der sportliche Ibiza mit seinem Drehmoment von 330 Nm. Dies steht bereits ab 1.900 Umdrehungen bereit und man könnte – wenn man wollte – gelassen und schaltfaul durch die Gegend fahren. Doch dies kommt wohl bei der anvisierten Zielgruppe der jungen Männer bis 30 Jahre, die an ihre Rennsportgene glauben, eher selten vor. Die können den Ibiza sportlich durch die Kurven jagen. Die präzise Sechsgangschaltung und das straffe Fahrwerk sorgen dabei für den nötigen Fahrspaß. Allerdings zeigt der Bordcomputer dann einen Durchschnittsverbrauch von mehr als acht Litern an. Damit übersteigt der Wert die angegebenen 5,4 Liter deutlich. Im Augenblick schafft der Motor nur die Abgasnorm Euro 3, doch die Verantwortlichen bei Seat hoffen, dass sie im Laufe des nächsten Jahres die Richtlinien für Euro 4 erfüllen können.

Gegen den Leichtsinn und Selbstüberschätzung der fahrerischen Qualitäten haben die Seat-Ingenieure dem Auto viele elektronische Assistenten mit an Bord gegeben. So helfen ESP, ABS und eine Traktionskontrolle den nötigen Asphaltkontakt nicht zu schnell zu verlieren. Großdimensionierte Bremsscheiben sorgen für die notwendige Verzögerungskraft an den 17-Zoll-Rädern. Von außen erkennt der Betrachter die Cupra-Modelle an den Stoßfängern mit den integrierten großen Lufteinlässen, einem Dachspoiler, einem ovalen und verchromten Auspuffendrohr und dem Cupra Schriftzug auf der Heckklappe. Im Inneren bietet der Dreitürer sportliches Ambiente durch Sportsitze, einem Dreispeichenlenkrad und die Pedale leuchten im Alu-Look. Die Farbe Schwarz überwiegt und wird nur durch rote Ziernähte unterbrochen.

Ab 20.960 Euro stehen die Cupra-Fahrzeuge bereit. Im Herbst folgt die Benzinerversion mit dem 1,8-Liter-Motor mit 180 PS (132 kW). Auch dieser kostet 20.960 Euro.

(Text: Elfriede Munsch)

Scroll to Top